Juliane

Juliane Maibach wurde 1983 geboren und lebt zusammen mit ihrem Mann in der Nähe von Freiburg im Schwarzwald. Sie schreibt seit ihrer Kindheit,- zunächst Kurzgeschichten und Gedichte; später dann auch erste längere Geschichten und ganze Bücher, in denen sie ihre eigenen fantasievollen Welten erschaffen konnte. Inzwischen schreibt sie vor allem im Romantic-Fantasy Genre. Nach einem Germanistik Studium arbeitete sie als Verwaltungsfachangestellte. Mittlerweile konnte sie sich jedoch ihren großen Traum erfüllen und ist ausschließlich als Autorin tätig. Mit ihren ersten beiden Roman-Reihen Necare und Midnight Eyes, konnte sie eine Vielzahl an Lesern begeistern und in ihren Bann ziehen.

Relaunch Feiy – Reihe

Einige von euch haben es bereits mitbekommen: Die Feiy Reihe ist plötzlich nicht mehr erhältlich. Das hat auch einen ganz bestimmten Grund. Ich habe mich vor einiger Zeit vom Verlag getrennt, weshalb die komplette Reihe nun einen Relaunch erhält.
Sprich es wird neue Cover und Klappentexte geben.
Ich habe bereits eine ganz wundervolle Grafikerin gefunden, die sich den Büchern annimmt und freue mich schon unheimlich auf ihre Ideen.
Natürlich werde ich euch die Cover sowie die neuen Klappentexte vorstellen. Am 01.12 werden die Bücher wieder verfügbar sein. Es dauert also nicht mehr lang. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann die Ebooks direkt über mich bekommen. Allerdings sind die Cover dann noch die alten.

Schicksalsfeuer ab sofort erhältlich

Heute ist es soweit: Schicksalsfeuer: Band 3 ist ab sofort als Ebook und Taschenbuch auf Amazon erhältlich. Ich freue mich riesig und ich hoffe, euch geht es genauso. Nun könnt ihr erfahren, wie es mit Teresa, Ayden und Noah weitergeht. Und so viel kann ich euch verraten: Es wird einiges passieren. Jemand ist hinter Teresa her. Nur aus welchem Grund? Haben vielleicht die Bilder ihrer Großtante etwas damit zu tun? Teresa trifft eine Entscheidung, die alles verändern wird, Ayden lässt endlich hinter seine Maske blicken und auch Noah macht einen Schritt auf Teresa zu.

Nächste Leseprobe

Morgen ist es soweit. Ich bin schon sooo gespannt, wie euch der dritte Teil der Schicksalsreihe gefallen wird. Um euch die Wartezeit noch ein wenig zu versüßen, gibt es heute eine weitere Leseprobe. Ich liebe diese Szene!!

Ich strecke mich müde, als die Stunde zu Ende ist, und packe anschließend meine Sachen zusammen. Von überall strömen Schüler mit ihren Schlüsselgeistern herbei, der Gang ist in Sekundenschnelle gefüllt und gleicht einem seltsam anmutenden Zoo. An den Anblick habe ich mich längst gewöhnt. Gemeinsam mit Lucia und Max schließe ich mich dem Strom an und wir gehen zur nächsten Stunde. »Ich wollte eigentlich am Wochenende auf die Party bei Liz«, berichtet Max. »Meine Eltern stellen sich allerdings stur, weil die letzte Feier bei ihr etwas außer Kontrolle geraten ist. Wie sieht es bei dir aus, Lucia? Gehst du hin?«Lucias Antwort klingt irgendwie dumpf in meinen Ohren, dafür werden alle anderen Geräusche um mich herum immer lauter. Überall sind Schritte, deren Vibrationen ich in jeder Nervenfaser spüren kann. Die vielen Stimmen vermischen sich zu einer Kakofonie, aus der ich kein einziges Wort mehr herausfiltern kann. Es wird zu einem unermesslichen Rauschen, einem einzigen, alles zerreißenden Geräusch, das mir in den Ohren dröhnt und meinen Kopf zu sprengen droht. Ich bleibe stehen, versuche, meine Ohren irgendwie zu schützen, aber es will mir nicht gelingen. Lucia und Max blicken mich fragend an. Ich sehe, wie sich ihre Münder öffnen, aber ihre Worte vermischen sich nur mit all den anderen Geräuschen und schrauben sich zu einem lauten Surren hoch. Mir wird schwindelig, alles dreht sich vor meinen Augen. Kleine Lichtblitze zucken auf, alles wird so hell, dass es schmerzt. Und da sehe ich sie: Die unzähligen goldenen Fäden, die aus den Körpern der Personen kommen und hinter ihnen durch die Luft schwirren. Ihr Schimmern ist unbeschreiblich, atemberaubend und zugleich beängstigend. Sie alle sind unterschiedlich lang, und ich weiß, was es bedeutet. Ich kann sehen, wie viel Lebenszeit jedem Einzelnen noch bleibt. Das Leuchten der Fäden ist so intensiv, dass es in den Augen schmerzt. Und selbst, als ich sie schließe, scheint sich ihr Schimmern zu mir hindurchzufressen. Es tut so weh. Die Lichter, die Geräusche … ich kann es nicht ertragen. Ich spüre Hände auf mir, die mich schütteln, aber es nützt alles nichts. Es hört einfach nicht auf. Und plötzlich werde ich hochgehoben. Meine Füße verlieren den Kontakt zum Boden und ich werde weggetragen. Wohin auch immer, es spielt keine Rolle. Ich will nur von den Fäden fort und dieses laute Hämmern in meinem Kopf nicht mehr spüren müssen. Ich kann nicht sagen, wie lange wir laufen, geschweige denn wohin. Es ist mir auch vollkommen gleichgültig. Gerade ist mir alles egal.Das Summen wird langsam leiser. Die Schmerzen lassen ein ganz klein wenig nach, und allein das ist bereits die pure Erleichterung. Wir halten kurz an, dann gehen wir weiter, aber nur ein kurzes Stück. Plötzlich legen die Hände sich an meine Wangen, so zärtlich, so erlösend, dass mir Tränen in die Augen treten. »Versuch, dich auf meine Stimme zu konzentrieren«, dringen die Worte zu mir durch. »So ist es gut. Bleib ganz ruhig.« Ayden. Er hat mich also gefunden. Am liebsten würde ich sofort aufspringen, auf seine Hilfe verzichten und selbst stark sein. Aber seine Nähe scheint im Moment das Einzige zu sein, das mich aus dem Abgrund herauszuziehen vermag. »Es wird sicher gleich besser«, fährt er fort. »Ich habe dich in ein leeres Klassenzimmer gebracht. Hier bist du nicht so vielen Fäden ausgesetzt.«Ich weiß, dass er mit seiner Einschätzung richtigliegt. Diese Menge an Fäden war einfach zu viel auf einmal. Ich atme tief durch, öffne langsam die Lider und sehe in die wundervollsten grünen Augen dieser Welt. Für einen Moment vergesse ich zu atmen, tauche einfach nur in dieses Meer aus funkelnden Grüntönen ein, das so verheißungsvoll strahlt, und lasse mich davontreiben. Die Anspannung verfliegt und macht anderen Gefühlen Platz, die ich gerade gar nicht gebrauchen kann. Der Umstand, dass wir uns direkt gegenüberstehen und meine Hände auf seiner Brust liegen, macht es nicht gerade besser. Wie sind sie da überhaupt hingekommen? Kurz überlege ich, sie von ihm zu nehmen, aber dieser Gedanke verfliegt nach dem Bruchteil einer Sekunde. Warum sollte ich seine Nähe nicht einen Augenblick genießen dürfen? Nur bis ich mich wieder vollständig gesammelt habe.»Geht es wieder?«, fragt er, und sein Atem tanzt dabei über meine Haut. Ich nicke. »Ja, danke.«»Gut. Ich habe mir wirklich Sorgen um dich gemacht. Wie du da plötzlich im Flur standest, die Hände über den Ohren, die Augen geschlossen und dann dieser Schrei.« Er streckt die rechte Hand nach mir aus und streicht mir sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ganz kurz lässt er seine Finger dabei auch über meine Wange tanzen, und ich fühle ein Kribbeln ganz tief in mir. Ich habe also geschrien. Daran kann ich mich nicht erinnern. Alles war so laut, dass ich kein Geräusch mehr heraushören konnte. »Ich bin froh, dass es dir wieder besser geht«, haucht er und löst schließlich den Blick von mir. Und damit verfliegt der Zauber des Moments. »Ich denke nicht, dass irgendwer mitbekommen hat, was mit dir los war. Falls jemand fragen sollte, sagst du einfach, du hättest Bauchkrämpfe oder so etwas gehabt. Das werden sie schon glauben und keine weiteren Fragen stellen.«Ich schlucke schwer. Darum geht es ihm also? Er will nur sicherstellen, dass niemand merkt, was tatsächlich geschehen ist? Keiner soll herausfinden, welche Gabe in mir ruht? Natürlich, denn sonst würden sie auch von den Göttinnen erfahren, und das darf nicht geschehen. Aus diesem Grund war er sofort zur Stelle und hat mich weggebracht. »Wie geht es dir überhaupt? Seit dem Angriff auf dich haben wir kaum miteinander gesprochen. Es war sicher ein Schock für dich, als wir Grace gefunden haben.« Er sieht mich wieder mit diesem Blick an, der so gewaltig, so fesselnd und faszinierend ist. Aber auch gefährlich, denn Ayden ist sich absolut darüber im Klaren, wie er ihn nutzen kann. Ich zucke mit den Schultern. »Ich schaffe das schon.« Meine Stimme klingt kühl und abgeklärt. Auf seiner Stirn erscheinen ein paar Furchen und seine Lippen werden eine Spur schmaler. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass seine Laune sinkt. »Ich werde nie begreifen, warum du ständig alles mit dir alleine ausmachen willst.«»Das fragst du nicht wirklich?«, knurre ich leise und kann zu meiner Verwunderung sehen, wie ihn meine Worte treffen. Er atmet tief ein und streicht sich durchs Haar. »Ty hat erzählt, dass er sich gestern mit dir und deiner Freundin Kate getroffen hat.«Ich bin ein wenig verwundert über diesen Themenwechsel und frage mich, was jetzt kommt. »Er hat auch gesagt, dass Vicky aufgetaucht ist und – sagen wir es mal so – nicht gerade für die beste Stimmung gesorgt hat.«»Das ist ausgesprochen nett formuliert«, berichtige ich ihn. »Sie hat Kate beleidigt und sich wie die Axt im Walde aufgeführt. Am schlimmsten ist aber, dass Ty kaum etwas unternommen hat, um sie aufzuhalten. Wieder mal darf sie sagen und tun, was sie will, ohne dass irgendjemand Anstoß daran nimmt.«»So ist das nicht«, sagt er und funkelt mich wütend an. »Ty hat ihr sehr wohl den Kopf gewaschen. Darum ist sie gerade auch ein wenig sauer auf ihn. Ty macht sich ziemliche Vorwürfe. Auf jeden Fall möchte er noch mal mit Kate sprechen und ihr die Sache erklären.«»Und das sollst du nun über mich einfädeln?«, will ich wissen. »Ich habe keine Ahnung, ob Kate überhaupt mit ihm sprechen will, und ich überrede sie auch bestimmt nicht dazu.«Wieder dieses genervte Schnauben. Offenbar findet er die Unterhaltung alles andere als angenehm, und mir geht es da nicht anders.»Wenn sich jemand entschuldigen sollte, dann ist es Vicky. Aber das wird niemals geschehen. Für sie sind Kate und ich unter ihrer Würde.«»Das stimmt so nicht«, erwidert er. »Sie macht sich einfach nur ihre Gedanken, das ist alles.«»Und wieder nimmst du sie in Schutz«, seufze ich. »Aber gut, ich habe alles gehört und werde es Kate ausrichten.« Damit drehe ich mich um und will zur Tür gehen, als er mich am Arm festhält und zu sich zurückzieht. »Verdammt noch mal, Tess!« Es ist ziemlich unüblich für ihn, dass er meinen Spitznamen benutzt. Erneut steht er genau vor mir. Ich bin ihm so nahe, dass ich seinen Duft riechen und die Wärme seiner Haut spüren kann. »Warum musst du es mir immer so verdammt schwer machen?«, zischt er mit einem dumpfen Klang in der Stimme. »Du hast mir einen solchen Schrecken eingejagt. Dich auf dem Flur so zu sehen …« Sein Blick verdunkelt sich, Angst und Sorge liegen darin und noch etwas anderes, das so anziehend, so verdammt sexy ist, dass ich schlucken muss. »Ich will nicht, dass dir irgendetwas geschieht. In der letzten Zeit hast du eindeutig zu viel durchmachen müssen.« Seine Finger legen sich auf meine Wange. Es fühlt sich plötzlich so richtig an, wie sie auf meiner Haut entlangstreichen und ein Feuer in mir entfachen, das nicht mit Worten zu beschreiben ist. Ein Kribbeln rieselt mein Rückgrat hinab und wandert weiter in meinen Körper, immer tiefer, wo es zu einem unsteten Pochen wird. Sein Atem streicht über meine Lippen, ist so süß, dass ich am liebsten mehr davon schmecken will. »Tess«, sagt er erneut und ich schaue ihm genau in die tiefgrünen Augen, in denen gerade ein Sturm zu toben scheint, von dem ich mich nur zu gerne mitreißen lassen würde. Meine Hände legen sich wie automatisch auf seinen Bauch, wandern höher und spüren die festen Muskeln. Mein Atem kommt nur noch stoßweise, dabei ist noch gar nichts geschehen. Noch nicht. Aber verdammt, ich will es so sehr und darf es eigentlich nicht. Nicht mit Ayden – nicht ausgerechnet mit ihm. Seine Linke fährt durch mein Haar, hält meinen Kopf fest und zieht ihn langsam zu sich heran. Ich strecke mich ein wenig, sehe nur noch ihn: seine Augen, die mich um den Verstand bringen, sein wundervolles Gesicht, um das ihn jedes Model beneiden würde, und diese atemberaubenden Lippen, die ich spüren will. Meine Hände liegen mittlerweile auf seiner Hüfte und bahnen sich den Weg unter sein Shirt. Weiche, feste Haut, über die nun ein leichtes Schaudern läuft. »Du machst mich wirklich wahnsinnig, weißt du das?«, raunt er. Ich weiß nicht mehr, was ich denken oder fühlen soll. Alles in mir ist in Aufruhr und kennt nur einen Gedanken: Ayden. Ich schließe die Augen, während er mich näher zu sich zieht, ich schlucke schwer und öffne zugleich erwartungsvoll ein wenig den Mund. Oh, verdammt ich will es so sehr.

Neue Leseprobe

Heute gibt es eine neue Textstelle. Etwas kürzer dieses Mal, aber dafür hat sie es in sich. Denn Teresas Gefühl, bewahreitet sich. Jemand ist hinter ihr her.

Das ist das Ende, geht es mir durch den Kopf. Das werde ich nicht überleben. Mir ist schlecht und ich kann mich nicht rühren. Vorsichtig bewege ich den Kopf, mein Sichtfeld schwankt, aber ich kann immerhin ein klein wenig erkennen. Irgendetwas sitzt neben mir. Sofort versuche ich, davon wegzurutschen, gebe einen entsetzten Laut von mir. Da spüre ich auch schon eine warme, weiche Schnauze, die mich anstupst. Ein so vertrautes Gefühl. »Yoru!« Mein kleiner Fuchs schmiegt sich an mich. Mit zitternden Händen fasse ich mir an den Kopf und spüre eine ziemlich große Beule und etwas Nasses. Ich gehe stark davon aus, dass es Blut ist. Vorsichtig schaue ich mich um, von dem Angreifer ist nichts mehr zu sehen. Allein diese Bewegung kostet mich so viel Kraft, dass ich mich erst mal wieder erschöpft auf den Boden zurücksinken lassen muss. Ich bleibe eine Weile dort liegen, auch wenn mir klar ist, dass ich so schnell wie möglich von hier fortmuss. Zuerst muss der Schwindel aufhören. Ich schließe die Augen und versuche, mich zu beruhigen. In meinem Kopf hämmert es. Es fühlt sich an, als wollte er zerspringen. So liege ich einfach nur ruhig da und atme gleichmäßig. Nach einer ganzen Weile starte ich einen erneuten Versuch. Dieses Mal geht es schon deutlich besser und es gelingt mir immerhin, mich aufzusetzen. In dieser neuen Position muss ich wieder verharren, bis ich genug Kraft habe, um mich weiter vorzuwagen. Ich ziehe mich an der Wand neben mir in die Höhe. Mir wird schwindelig, ich beiße die Zähne zusammen und warte. Yoru schaut mich besorgt an, aber allein die Tatsache, dass ich dies erkennen kann, erleichtert mich ungemein. Endlich erkenne ich auch, wo ich mich befinde. Der Angreifer scheint mich von der Straße in eine kleine Gasse gezerrt zu haben. Wenn Yoru nicht gekommen wäre, hätte ich hier wohl mein Leben verloren. Mir fallen wieder die glänzenden Zähne ein, mit denen er mich zerreißen wollte. Seit wann greifen Noctu mitten auf der Straße an?! Das alles macht keinen Sinn, aber ich verstehe im Augenblick ohnehin kaum etwas. Die Tasche mit den Bildern liegt wenige Meter von mir entfernt auf dem Boden. Ich greife sie und verstecke sie hinter ein paar Mülltonnen. Im Augenblick kann ich sie nicht tragen, ich werde sie also hierlassen und so bald wie möglich wiederholen müssen. Ich hoffe inständig, dass die Bilder hier sicher sind. Aber was habe ich schon für eine Wahl?Zur Schule ist es nicht mehr weit, darum komme ich wohl gar nicht auf die Idee, irgendwen mit dem Handy anzurufen. Meine Mutter würde ewig brauchen, bis sie hier ist. Schwerfällig schleppe ich mich zur Schule zurück. Immer wieder sehe ich mich ängstlich um, aber zum Glück scheint Yoru den Angreifer tatsächlich vertrieben zu haben. Es wundert mich etwas, denn Yoru kann sich ohne Odeon nicht verwandeln. Es ist ihm also gelungen, mich in seiner normalen Form zu beschützen. Hätte er so tatsächlich eine Chance gegen einen Noctu gehabt? Ich fasse mir erneut an den Kopf und fühle die Beule. Es wurde keine Magie benutzt, nur brachiale Gewalt. Auch das ist untypisch für die Noctu. Kann es etwa sein, dass ich einfach nur überfallen worden bin? Aber die blitzenden Zähne … Waren sie vielleicht in Wirklichkeit ein Messer? Doch weshalb der Angriff? Ich bin mir sicher, dass man mich töten wollte. Nur weshalb? Mein Portemonnaie ist noch da, und ich sehe sicher nicht so aus, als würde ich Reichtümer mit mir herumschleppen. Und da kommen mir die Bilder in den Sinn. Das Einzige, das ich bei mir hatte, das vielleicht von wert ist. Aber warum? Weshalb sollte jemand die Gemälde haben wollen? Das alles macht keinen Sinn, und das Denken fällt mir gerade ohnehin so schwer. Ich bin unendlich froh, als das Schulgebäude vor mir auftaucht. Erschöpft und vollkommen ausgelaugt, schleppe ich mich auf die Krankenstation.

Klappentext

Wenn ihr meine Beträge regelmäßig verfolgt, dann wisst ihr mittlerweile, dass ich das Schreiben zwar liebe, es aber eine Sache gibt, die mir ziemlich schwer von der Hand geht: Klappentexte schreiben. Ich kann mich nun mal nicht kurzfassen, es geht einfach nicht. Von daher bin ich schon mal froh, dass der Klappentext keine drei Seiten lang geworden ist. xD Und natürlich hoffe ich sehr, dass er euch gefällt.

Urlaub

Ihr Lieben,
endlich steht bei uns der Urlaub an und ich freue mich schon lange auf diese Auszeit. In den letzten Monaten war viel los, es gab eine Menge Arbeit, von daher tut es gut, mal Luft holen zu können. Ich liebe das Schreiben zwar und es gehört einfach zu mir, aber es ist auch schön, den Stift bzw. die Tastatur ruhen zu lassen und nur noch Zeit mit meinem Mann und meinen Kleinen verbringen zu können.
In dieser Zeit werde ich keine Kommentare und Nachrichten von euch beantworten können. Ab dem 30.09 bin ich wieder für euch da – also pünklich zur Veröffentlichung von Schicksalsfeuer. Natürlich wird es trotzdem einige Posts geben. Ich möchte euch noch den Klappentext vorstellen und es wird weitere Leseproben und Textschnipsel geben. Ihr findet sie auf Instagram und meiner FB Autorenseite.

Bildquelle: Pixabay

Erste Leseprobe

Zum Wochenstart gibt es heute eine erste Leseprobe aus "Schicksalsfeuer." Ich liebe diese Szene. *-* Ich hoffe, es geht euch auch so. :)

Ich bin froh, dass der Weg nicht allzu weit ist, denn gerade kann ich Aydens Gegenwart kaum ertragen. Die Luft fühlt sich schwer an, als wäre sie aufgeladen von einer unheilvollen Elektrizität, die sich bald in einem schrecklichen Gewitter entladen wird.
Wir betreten gemeinsam das Gebäude und folgen dem Flur, wo wir vereinzelt ein paar Schülern begegnen, die auf dem Weg zu ihren Zimmern sind.
»Tja, der Abend ist wohl anders verlaufen, als wir beide uns das gedacht haben«, sagt Ayden.
Ich runzele die Stirn. Spielt er damit auf die Nacht an, die er nun ohne Vicky verbringen muss, oder doch nur auf den eigenartigen Kinobesuch? »Immerhin ist dir klar, dass wir nichts von eurem Kinobesuch wussten«, erwidere ich. Als ich mit Max und Lucia bei der Hunter-Party aufgetaucht bin, hat er mir unterstellt, ich würde mich nur im Licht der Hunter sonnen wollen. Darüber kann ich auch jetzt nur den Kopf schütteln.
»Ty weiß, dass wir beide uns im Moment nicht allzu gut verstehen. Er kann Unstimmigkeiten nicht aushalten und hat darum wohl versucht, die Wogen zwischen uns zu glätten«, fährt er fort.
Vicky hat es ähnlich ausgedrückt, auch wenn sie es nicht in ganz so hübsche Worte gekleidet hat.
»Interessant, dass er sich dafür verantwortlich fühlt.«
Das erste Mal an diesem Abend wendet er sich mir nun ganz zu. Ich spüre seinen Blick auf meiner Haut brennen und weiß, ohne hinzusehen, wie seine Augen gerade aussehen: dunkel, lodernd und voller Anziehungskraft. Genau darum halte ich meinen Blick auf den Boden vor mir gerichtet.
»Kannst du dir das nicht denken? Er betrachtet dich als Freundin. Immerhin habt ihr auch schon einiges zusammen durchgemacht.«
Ich weiß, dass er damit auf den Einbruch in Chloes Zelle anspielt, wobei Zelle wirklich übertrieben ist, denn es handelte sich dabei im Grunde um ein ganz normales Zimmer.
»Und hast du schon versucht, ihm diese Freundschaft auszureden?« Ich weiß, dass ich angriffslustig klinge, aber ich kann nicht anders. Das Schlimme ist nicht mal, dass Vicky wie eine Klette an ihm hängt und ständig an ihm rumfummelt. Was mich wirklich verletzt, ist die Tatsache, dass er mich den ganzen Abend komplett ignoriert und kein einziges Wort mit mir gewechselt hat. Noch deutlicher hätte er mir gar nicht zeigen können, was er von mir hält.
»Warum hätte ich das tun sollen?«, fragt Ayden verwundert. »Ty kann befreundet sein, mit wem er möchte.«
Ich hebe misstrauisch die Brauen. Dafür zeigt er aber jedes Mal sehr deutlich seinen Unmut, wenn ich irgendwo mit Ty auftauche. Gut, das kann auch daran liegen, dass Ty mich ständig irgendwo hinbringt, wo leider auch Ayden ist.
Vickys Bild drängt sich wieder in meinen Kopf, denn bei jedem dieser Treffen war sie an seiner Seite. Ich versuche, die Bilder mit aller Kraft von mir zu schieben, aber es geht einfach nicht. Und ehe ich es verhindern kann, kommen die Worte auch schon über meine Lippen: »Vicky wird sich Ty schon vornehmen und ihm klarmachen, was sie von dieser Freundschaft zu mir hält. Als sonderlich zurückhaltend kann man sie nun wirklich nicht bezeichnen.«
Ayden bleibt stehen, wir sind bei seiner Zimmertür angekommen. Doch zu meiner Verwunderung bricht er das Gespräch nicht sofort ab. Nein, er stellt sich an die Wand und lehnt sich dagegen. Nun kann ich nicht anders und sehe in sein Gesicht. Kurz halte ich den Atem an, denn meine Ahnung bestätigt sich: Seine Augen wirken wie kurz vor einem Sturm. Das Grün lodert, als wäre es elektrisch aufgeladen, etwas Dunkles wogt darin. Ich kenne diesen Ausdruck nur zu gut. Ayden ist verdammt sauer.
Dafür bringt er seine nächsten Worte ziemlich ruhig heraus. »Mir ist durchaus klar, dass ihr beide euch nicht allzu gut versteht. Aber du solltest sie nicht immer wieder ins Spiel bringen. Das habe ich dir schon mal gesagt.«
Gut, langsam steigt auch bei mir die Wut. »Warum zum Teufel nehmen Ty und du sie ständig in Schutz? Sie ist ein großes Mädchen und sie kann sich verdammt gut alleine verteidigen. Ja, stell dir vor, sie ist sogar ziemlich gut darin, auszuteilen. Ich glaube nicht, dass sie euch beide braucht, um die Scherben aufzukehren.«
»Ich habe keine Ahnung, was Vicky vorhin im Kino zu deiner Freundin und dir gesagt hat. Aber ja, ich kann mir denken, dass es vermutlich nichts allzu Nettes war und du darum so wütend bist. Trotzdem will ich, dass du sie aus unseren Unterhaltungen raushältst. Sie hat mit der Sache zwischen uns nichts zu tun.«
Ich reiße die Augen auf und spüre, wie die Wut als kochend heiße Welle durch meinen Körper schwappt. Yoru, der neben mir sitzt und die Veränderung in mir spürt, steht sofort auf, als wolle er sich kampfbereit machen. Aus einer Ecke tritt Snow hervor und zieht die Lefzen leicht hoch, auch er spürt, dass sich hier gerade etwas zusammenbraut.
»Du meinst wohl den Streit zwischen uns. Und ich würde behaupten, dass sie damit sehr wohl etwas zu tun hat. Immerhin wirft sie mir jedes Mal äußerst nette Dinge an den Kopf, sobald wir alleine sind – und darin spielst du verdammt oft eine ziemlich große Rolle.«
»Können wir bitte aufhören, über sie zu sprechen?«, sagt er in recht genervtem Tonfall.
»Gerne, dann sag ihr aber auch, dass sie mich mit dem Mist, der zwischen euch beiden abgeht, in Ruhe lassen soll. Es interessiert mich nicht, was ihr zwei treibt oder was nicht. Von mir aus könnt ihr ein Paar sein oder auch einfach nur euren Spaß miteinander haben, mir ganz egal. Sie soll mir einfach nur aus dem Weg gehen.«
Ich sehe noch, wie ein Funken in Aydens Augen aufblitzt, dann hat er mich blitzschnell gepackt und drückt mich gegen die Wand. Er steht genau vor mir, seine rechte Hand liegt an meiner Schulter. Mein Herz donnert in meiner Brust, ich versuche, einen klaren Gedanken zu fassen, aber ich verstehe gerade nicht, was hier los ist. Ayden kommt mir ganz nah, sein Atem streicht über meine Haut, seine Augen halten mich gefangen. Warum kann ich nicht wegsehen? Weshalb spüre ich die Berührung seiner Finger derart heiß auf mir glühen. Es ist, als würden sie sich durch den Stoff meiner Kleidung brennen und jede Nervenfaser in mir zum Klingen bringen.
»Offenbar nehmen die Gedanken, was Vicky und ich so tun, einen ganz schön großen Platz in deinem Kopf ein.« Der Klang seiner Stimme ist sanft und hat etwas so Verführerisches an sich – er steht in krassem Gegensatz zu der Bedeutung, die in seinen Worten liegt und mir wie ein Messer ins Herz schneidet.
»Ich will einfach nur meine Ruhe«, bringe ich abgehackt hervor. Ich wünschte, meine Worte entsprächen auch der Wahrheit.
Seine Finger strecken sich nach mir aus, berühren meine Wange, und ich schließe kurz die Augen. Sanft wandern sie über meinen Kiefer, streichen meine Halsbeuge entlang und setzen dort alles unter Storm. Ein leichtes Zittern erfasst mich, als sie über meine Lippen gleiten. Er sagt: »Vicky und ich haben ab und an etwas am Laufen, das hast du ja offenbar schon mitbekommen. Wir kennen uns schon eine lange Zeit und wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Sie wird mir immer wichtig sein.« Ich halte die Luft an, öffne die Augen und versuche, den Schmerz hinunterzuschlucken. Warum sagt er mir das? Und weshalb muss er mich dabei auf solche Art berühren? Es tut entsetzlich weh und schürt zugleich meine Wut auf ihn. Für was hält er mich? Mir ist durchaus klar, dass die beiden allem Anschein nach eine recht offene Beziehung führen. Aber das ist nichts für mich und ich will schon gar nicht in irgendetwas hineingezogen werden.
»Du solltest dich von mir fernhalten«, raunt er. Seine Lippen sind mir so nah, ihr Anblick sagte das komplette Gegenteil der Worte aus, die sie formen. Heiß und kalt sind die Schauer, die mir über den Rücken laufen. Seine Augen sind so dunkel, verheißungsvoll und verführerisch. Ich schlucke schwer, kann kaum mehr atmen. In mir tobt ein Gemisch aus Wut und Verletzung, und da ist noch etwas anderes. Etwas, das seine Nähe zu mir auslöst, etwas, das meinen Verstand ausschaltet und etwas in mir hervorholt, das nicht da sein dürfte. Unsere Blicke sind miteinander verflochten, können sich nicht lösen, als wären sie eins. Meine Atmung geht stoßweise, und in diesem Moment streckt sich meine Hand wie von selbst aus. Ganz langsam wandert sie in Aydens Richtung, verharrt kurz vor ihrem Ziel in der Luft und legt sich dann auf seine Wange. Ich kann sehen, wie sich seine Augen weiten, erkenne das Unverständnis darin, spüre, wie er den Atem anhält.
»Ich weiß«, flüstere ich. Meine Lippen sind den seinen so nah. Ich müsste mich nur ein kleines Stück bewegen und könnte sie spüren. Ich frage mich, wie es sich anfühlen würde. Wie schmecken seine Lippen? Seine Zunge? Wie ist es, von ihm gehalten und geliebt zu werden? Mein Blut kocht, ich bekomme kaum mehr Luft. Vicky weiß das alles. Und ich werde mich niemals zwischen sie drängen.
Es fällt mir unendlich schwer, aber ich schaffe es, die Hand von seiner Haut zu lösen. Diese Bewegung, scheint auch ihn wachzurütteln. Er tritt bloß einen winzig kleinen Schritt von mir fort, aber es fühlt sich an, als würde sich ein Krater zwischen uns auftun. Was auch immer das gerade war, dieses elektrisierende Knistern, es ist verschwunden.
Ayden nickt nur und antwortet auf meine letzten Worte: »Gut, das ist sicher das Beste.« Er klingt dabei so abgeklärt und ruhig, als hätten wir gerade eine ganz normale Unterhaltung geführt. Ich begreife das alles nicht, und es sollte mir auch gar nicht wichtig sein. In jedem Fall sollte es mir nicht derart zusetzen.
Ayden sieht mich ein letztes Mal an und sagt: »Ich hoffe, du hast eine gute Nacht.« Damit dreht er sich um, öffnet die Tür und schließt sie hinter sich.
Ich bleibe einen Moment fassungslos und schwer atmend an der Wand stehen. Ayden ist nicht gut für mich, das habe ich bereits zur Genüge festgestellt, und nun hat er es mir auch noch einmal deutlich gesagt. Nur leider haben seine Berührungen eine ganz andere Sprache gesprochen. Noch klingen sie wie ein süßer Gesang auf meiner Haut nach und ich wünschte, ich könnte ihnen ewig lauschen.

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Schicksalsgöttinnen: Band 2 erhältlich

Heute ist es soweit! Der zweite Band der Schicksalsreihe – Schicksalsgöttinnen ist ab sofort auf Amazon als Ebook, Taschenbuch und bei Kindle Unlimited verfügbar. Ich freue mich riesig auf eure Rückmeldungen, Posts und Nachrichten. Wie immer wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr euch kurz für eine Rezension auf Amazon Zeit nehmen würdet. Und nun wünsche ich euch viele spannende, gefühlvolle und mitreißende Lesestunden mit Schicksalsgöttinnen.

Portrait of the beautiful lady in low key